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PMA Schwedenplatz

Schwedenplatz Neugestaltung

Status: 2-stufiger EU-weiter Wettbewerb 2016, 3.Wertungsdurchgang
Lage: Wien (A)
Auslober: Stadt Wien
Größe: 42.200m²
Projektpartner: Dietmar Feichtinger Architectes

Die Neugestaltung des Schwedenplatzes schafft durch die Verbindung der einzelnen bestehenden Zonen ein ganzheitliches Platzgefühl und definiert somit die stadträumlichen Beziehungen neu. Mit der auf 35m erweiterten Promenade entlang der Häuserfassaden gelingt es, dem Platz eine völlig neue Gewichtung und eine Aufwertung in der öffentlichen Wahrnehmung zu geben.
Der Schwedenplatz wird mit dem Morzinplatz verbunden und formt infolgedessen eine neue Einheit. Der Schwedenplatz Neu fungiert als Bühne für Interaktion und Kommunikation im öffentlichen Raum. Er bietet Platz für Straßentheater, Rastplätze für Flaneure, Eisessen, Wasseraktionsflächen als Spiel für Kinder, Pop-up-Events, Märkte, Grünflächen zur Erholung, Raum zum Reflektieren, zum Diskutieren, zum Ausruhen und Verweilen.

Die Wahrnehmung eines einheitlichen Platzraums gelingt auch durch die durchgehende Gestaltung der Platzoberflächen. Betonpflaster in unterschiedlichen Größen und Farbnuancen strukturieren die einzelnen Zonen und sorgen durch ihren graduellen Verlauf für fließende Übergänge zwischen den einzelnen Bereichen.

3 unterschiedliche Plattengrößen markieren den Verlauf von großzügigen offenen Platzflächen bis hin zu den mit kleinteiligen Platten versehenen Transitbereichen. Die offenen Platzbereiche sind in einem hellen Grau gehalten, während die Zonen um die Querungen in dunklerem Pflaster ausgeführt sind.
Entlang der Außenkante der Tiefgarage schützt ein sanfter begrünter Wall die Liegewiese vor dem Lärm des Kais und lädt so zum bleiben ein. Die durch über mehrere Rampen erreichbare Grünfläche erstreckt sich vom Morzinplatz bis hin zur Rotenturmstraße und begleitet den Platz. An der Parkkante befinden sich noch zusätzliche sonnige Sitzmöglichkeiten mit Blick Richtung Platz/Promenade. Im Bereich der Straßenbahnhaltestellen setzt sich der Grünraum als Bodenwellen zwischen den Gleisen fort, diese bilden eine visuelle Barriere und halten intuitiv von einem unkontrollierten Queren der Gleise ab und lenken die Besucherströme zu den Haltestellen.
Die Platzmöbel bilden eine durchlässige Ruhezone zwischen Promenade und Platz. Der Typus sowie die Konfiguration ändern sich infolge ihrer jeweiligen Position am Platz. Die Möbel stehen in engeren Abstand in den ruhigen, schattigen Bereichen der Promenade, in weiteren Abständen im Platzbereich und werden kleinteiliger im Transit-Bereich (Stop-and-go Area). Die Sitzflächen sind entweder in hellem sandgestrahlten Beton oder in warmen Holz gehalten. Ein Wasserspiel im westlichen Teil des Platzes bietet Abkühlung und Spaß für die Kinder. Der Vorplatz des Hotels Capricorno mit seinem im Zentrum gelegenen Wasserbrunnen wird zu einer ruhigen Oase im urbanen Raum.
Schlanke hohe Lichtmasten an der Parkkante beleuchten den Platz und den Grünraum, die Promenade entlang der Gebäude wird durch niedrigere, dichter gesetzte Leuchten akzentuiert.
PMA Schwedenplatz Lageplan
PMA Schwedenplatz Axonometrie
PMA Schwedenplatz Diagramme