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Pavillon Paris

Pavillon Climax Paris

Status: EU-weiter offener Wettbewerb 2015
Lage: Paris (F)
Auslober: Maison d’architecture Ile de France

Der Pavillon anlässlich der COP21 Klimakonferenz von Paris übersetzt das Phänomen des Klimawandels in eine körperliche Erfahrung für den Besucher. Gleichzeitig wirft das Projekt Fragen über unsere Lebensweise und den Umgang mit unseren Ressoucen auf.

Das Ziel der COP21, den globalen Temperaturanstieg auf 2°C zu beschränken, ist emotional nur schwer vermittelbar. Kleine Veränderungen unserer Umwelt wie ein Temperaturanstieg um einige Grade oder ein Anstieg des Meeresspiegels um wenige Zentimeter erscheinen uns im ersten Moment unbedeutend, global gesehen haben sie jedoch dramatische Auswirkungen. Der Pavillon versucht diese Veränderungen verständlich zu machen und sie in eine körperliche Erfahrung für den Besucher zu übersetzen.
Verschiedene Temperaturzonen im Inneren des Pavillons – von +2°C bis +20°C je nach Dichte der Struktur – machen den Temperaturunterschied körperlich begreifbar. Der Übergang von Kälte zu Wärme – ohne physische Barrieren – ist eine surreale Erfahrung, verstärkt noch durch die winterlichen Außentemperaturen.


Der Pavillon zeigt auch auf inwiefern unsere Gewohnheiten für den Klimawandel mitverantwortlich sind. Um die Wärme im Inneren des Pavillons zu erzeugen kommen 11 Heizpilze zum Einsatz, von denen jeder 3,5kg CO2 pro Stunde bzw 4 Tonnen CO2 pro Jahr erzeugt – vergleichbar mit dem Energieverbrauch eines Niedrigenergiehauses. In Paris alleine gibt es ca. 8000 Terrassen, die mit solchen Heizpilzen ausgestattet sind, um den Gästen einen komfortablen Aufenthalt im Freien zu ermöglichen. Auf ganz Frankreich hochgerechnet wird damit genausoviel Energie verbraucht, wie nötig wäre um eine ökologisch nachhaltige Stadt mit einer halben Million Einwohnern zu versorgen. Das Projekt möchte keine Lösungen aufzeigen, sondern die Besucher für die Problematiken von fossiler Energie, Bauweise und Wärmedämmung sensibilisieren.
Der Pavillon ist als flexibler Raum konzipiert, der für Veranstaltungen oder Ausstellungen genutzt werden kann. Ohne physische Barrieren, aber mit einer ganzjährig konstanten Innentemperatur wird er zu einem öffentlichen Raum, der auch im Winter benutzbar ist.Die Struktur besteht aus einem leichten Membrandach, das von den Heizpilzen gestützt wird. Gekrümmte Stahlrohre an den Rändern geben dem Dach die charakteristische Gewölbeform.
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