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PMA Hochhaus Linz

Bruckner Tower Linz

Status: EU-weiter offener Wettbewerb 2017
Lage: Linz (AT)
Auslober: Bruckner Immobilien Entwicklungs GmbH
Höhe: 31 Geschosse, 94m
Projektpartner: Pichler & Traupmann Architekten

Jede Hochhausentwicklung greift einerseits deutlich spürbar in das lokale urbane Netzwerk ein, andererseits aber auch in das globale Beziehungssys­tem einer ganzen Stadt. Beide Eingriffe sollten weniger eine Belastung, sondern vielmehr eine Bereicherung des jeweiligen Systems darstellen. Dabei kann es natürlich zu einer Differenz zwischen lokaler und globaler Maßnahme, zwischen lokalem Footprint und globaler Fernwirkung kommen. Wir sind daher der Auffassung, dass ein Hochhaus am Boden und in der Höhe unterschiedlich reagieren kann und muss!
Lokal wünscht man sich eine attraktive und fußläufige Verbindung zwis­chen dem Park und Alt-Urfahr; eine pavillon-artige und von der Gebäudemasse des Hochhauses möglichst unbelastete Schule im Sockel desselben, organisiert nach den neuesten Kriterien der Cluster-Typologie; eine verkehrsberuhigte und willkommen heißende Eingangssituation, abseits vom Durchzugsverkehr.

Diese lokalen Prämissen erfordern ein Zurückweichen des Hochhauses, so­dass ein linsenförmiger, möglichst schlanker Grundriss entsteht. So kann die Parkebene über eine Brücke entlang einer dynamischen Kurve Richtung Alt-Urfahr geführt werden, ohne mit dem Hoch­hauskörper in Konflikt zu geraten. Die Schule kann sich frei entfalten und sich zu den jeweiligen Außenräumen orientieren.
Global gesehen jedoch sollte der Körper des Hochhauses auf die Richtung der bestehenden Wohnhochhausgruppe im Westen reagieren und sich gleichzeit­ig Richtung Stadtzentrum, Donauufer und Donaupark orientieren. Aus diesem Grund weist der Grundriss des Turms in seinen oberen Geschoßen einen rechteck­igen, im Süden jedoch zugespitzten Grundriss auf, damit seine Schmalseite in ihrer Fernwirkung eine deutliche Beziehung zum Zentrum aufnehmen kann.
Vereinigt man nun die beiden Grundrissfiguren, die lokal orientierte der un­teren Geschoße und die global entwickelte der oberen, so entsteht eine leicht geschwungene, elegante Kantenführung, die dem Turm große Leichtigkeit verleiht. Die Fassade unterstützt diese Leichtigkeit, indem die opaken Brüstungsbänder nach oben hin graduell dünner und zunehmend durch Glasbrüstungen ersetzt werden.
PMA Hochhaus Linz
PMA Hochhaus Linz Modell
PMA Hochhaus Linz Modell
PMA Hochhaus Linz Lageplan
PMA Hochhaus Linz Grundrisse
PMA Hochhaus Linz Schnitt
PMA Hochhaus Linz Ansicht